Suizidankündigungen

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Informationen über Suizidalität

Sehr viele Menschen haben irgendwann in Ihrem Leben Selbsttötungsgedanken. Suizidalität ist keine Krankheit, sondern häufig Ausdruck einer tiefen Lebenskrise die überwindbar ist! Diese Betrachtungsweise kann helfen, die Unsicherheit und Dramatik bei der Konfrontation mit einem Betroffenen einzuordnen.

Suizidalität wird nicht genetisch vererbt. Anerkannte Hilfestellen sprechen allerdings von sogenannten Risikogruppen: depressive Menschen, Alkohol-, Medikamenten- und Drogenabhängige, alte Menschen, vereinsamte Menschen, Menschen, die bereits mehrere Suizidversuche unternommen haben oder in deren Familie es mehrere Suizide in der Vergangenheit gab.

Suizidgedanken haben oftmals eine lange Kette von Ursachen, die auf den ersten (und auch zweiten Blick) nur schwer zu erkennen sind. Auslöser können hingegen nicht selten (für Dritte) kleine oder unspektakulär erscheinende Situationen sein, die gewissermaßen „das Fass zum überlaufen“ bringen.

Betroffene erleben es grundsätzlich als entlastend, ihre Suizidgedanken/-absichten auszusprechen.

Hinter den Selbsttötungsgedanken steht meist der Wunsch nach einer radikalen Lösung, nach einer schnellen Befreiung, einer Entlastung, Erlösung, oder ein Hilferuf und nicht der Wunsch, tot zu sein.

Wiki-minihelm.png Was du wissen solltest:

DGS – Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention Suzidprophylaxe
  • Falsch: Wer vom Suizid redet, wird ihn nicht begehen.
    • Richtig: Auf zehn Suizidenten kommen acht, die unmißverständlich von ihren Absichten gesprochen haben.
  • Falsch: Suizid geschieht ohne Vorzeichen.
    • Richtig: Viele Beobachtungen lehren, daß Menschen, die sich das Leben nehmen, dies meist durch unmißverständliche Zeichen oder Handlungen ankündigen.
  • Falsch: Wer an Suizid denkt, will sich nicht unbedingt das Leben nehmen.
    • Richtig: Die meisten Menschen, die an Selbsttötung denken, schwanken zwischen dem Wunsch zu leben und dem zu sterben; sie „spielen mit dem Tod", und sie überlassen es den anderen, sie zu retten. Kaum einer nimmt sich das Leben, ohne seine Gefühle einem anderen zu offenbaren.
  • Falsch: Wer einmal zum Suizid neigt, wird es immer wieder tun.
    • Richtig: Lebensmüde haben nur während einer begrenzten Zeit ihres Lebens den Wunsch, sich zu töten.
  • Falsch: Besserung nach einer suizidalen Krise bedeutet das Aufhören des Risikos.
    • Richtig: Die meisten Suizide geschahen in den drei Monaten nach beginnender „Besserung", wenn der Patient von neuem die Energie hat, selbstzerstörerische Entschlüsse auszuführen.
  • Falsch: Suizid gibt es öfter bei den Reichen oder – umgekehrt – fast ausschließlich bei den Armen.
    • Richtig: Suizid ist weder das Problem der Reichen, noch die Plage der Armen. Er ist sehr „demokratisch" und kommt in allen Bevölkerungsschichten vor.
  • Falsch: Suizid ist erblich oder ein „Familienübel".
    • Richtig: Er ist nicht erblich, sondern eine individuelle Erscheinung.
  • Falsch: Alle, die Suizid begehen oder begehen wollen, sind geisteskrank, jeder Suizid ist die Handlung eines Psychotikers.
    • Richtig: Es ergibt sich aus dem Studium von Hunderten von letzten Aufzeichnungen, daß der suizidale Mensch zwar äußerst unglücklich, aber nicht notwendigerweise geistesgestört ist